Auf den Spuren der Eisenbahn

von Zahra Vahedi

Wir standen an den Eisenbahnschienen in Bad-Nauheim, da schoss ein Gefährt mit johlenden Kindern pfeilschnell an uns vorüber. Vier Fünftklässler gaben alles, um eine Draisine möglichst schnell anzutreiben. Ein Mitarbeiter der „Eisenbahnfreunde“ fuhr als Bremser und Zeitnehmer mit ihnen.

Im Rahmen der Veranstaltungen zur „Industrieroute Junior 2018“ nahmen die fünften Klassen der Karl-Weigand-Schule am 13. Juni an einem „Eisenbahntag“ teil. Er wurde von den ehrenamtlichen Mitgliedern der „Eisenbahnfreunde Wetterau e. V., Bad-Nauheim“ veranstaltet.

Die Schülerinnen und Schüler wurden in vier Gruppen eingeteilt, die nacheinander an vier Stationen einen erlebnisreichen Einblick in verschiedene Aspekte der Eisenbahngeschichte erhielten.
Sie bekamen vermittelt, wie mühsam und langwierig die Restaurationsarbeiten der einzelnen Fahrzeuge sind. -  Eine Schülerin durfte eindrucksvoll belegen, dass der Vorteil der Schienenfahrzeuge auf dem geringen Reibungswiderstand liegt. Fast mühelos schob sie eine Autodraisine vom Gewicht eines VW-Käfers über die Schienen. -  Die Kinder kletterten auch auf eine 360 PS starke Diesellokomotive und fuhren unter lautem Getöse und Pfeifen eine Strecke mit ihr. Der Höhepunkt für alle waren die Fahrten mit der Hebeldraisine, einem Schienenfahrzeug, das mit Muskelkraft auf den Schienen in Bewegung gesetzt wird.

Bevor die ganze Schülergruppe in historischen Motorbahnwagen mit unglaublichen 30 Stundenkilometern einen Ausflug nach Steinfurt und zurück unternahm, gab es im Vereinshaus noch eine Stärkung. Bei Würstchen, Brot und einem Getränk wurden neue Kräfte gesammelt.

Als die Eltern nach der Veranstaltung am Lokschuppen eintrafen, um ihre Kinder abzuholen, schauten sie in zufriedene Gesichter.
Unser besonderer Dank gilt den Eisenbahnfreunden Bad-Nauheim, die es gut verstanden, ihre Begeisterung für die historische Eisenbahn auch bei vielen Kindern zu wecken.

(I. Marx, Klassenlehrerin der 5b)

Zurück