Vorlesetag 2018

von Anja Rocher

Bürgermeister und Billionen-Boy zu Gast an der KWS

Seit über 10 Jahren besucht Bürgermeister Herbert Unger am 16. November die Karl-Weigand-Schule, um den Grundschülern anlässlich des bundesweiten Vorlesetages vorzulesen. So auch in diesem Jahr. Er brachte das Buch „Der Billionen-Boy“ von David Williams, dem erfolgreichsten britischen Kinderbuchautor der letzten Jahre, mit und las den Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen daraus vor. In der vollbesetzten Aula herrschte gespannte Stille, die aber häufig aufgrund sehr witziger Passagen durch herzhaftes Lachen unterbrochen wurde. Im Klappentext des Buches steht:

Joe Spud hat allen Grund, glücklich zu sein. Billionen Gründe sogar. Joe ist nämlich reich. Richtig reich. Er hat eine Achterbahn im Garten, jedes Computerspiel, das es auf der Welt gibt, und einen Orang-Utan als Butler. Joe Spud ist der reichste Zwölfjährige der Welt - er bekommt alles, was er sich wünscht. Bis auf eins: einen echten Freund.

Für seinen sehr unterhaltsamen Vortrag erhielt der Bürgermeister im Anschluss tosenden Beifall und viele Kinder fanden sich in der Bibliothek der Schule ein, um das Buch auszuleihen, doch dieses war leider ausgeliehen! Es wird daher sicherlich auf einigen Wunschzetteln zu Weihnachten erscheinen. So hat der Vorlesetag seine beabsichtigte Wirkung gezeigt, nämlich Interesse an Büchern zu wecken und zum Lesen zu animieren.

 

Vergessene Brotdosen und das kleine Glück

Den zweiten Teil des Vormittages gestaltete die Bibliotheksleiterin der Karl-Weigand-Schule Stephanie Bollinger. Sie hatte sich für diesen Tag ein ganz besonderes Buch ausgewählt, um die jüngeren Kinder der Jahrgangsstufen 1 und 2 zu unterhalten: „Fünf Gramm Glück: Die Lebensgeschichte einer Brotdose, erzählt von ihr selbst“ von Thilo Reffert.

In diesem Buch -welches optisch schon einer Brotdose ähnelt- erzählt eine Brotdose auf eine spannende und witzige Weise aus der Ich-Perspektive über ihre Erlebnisse mit Schulkind Ludwig. Die Geschichte startet mit der Verschiffung und endet mit dem Vergessen-werden in der Schublade während den langen Sommerferien. 

Zwischendurch erzählt die Brotdose von ihrem schrecklichsten Momenten, wie der im Kühlschrank, wo es finster und kalt war und alle Lebensmittel zu sprechen begannen und der Alte Gouda wilde Geschichten von früher erzählte. Auch in der Spülmaschine fand es die Brotdose ganz schön gruselig, dabei war das nur der Schonwaschgang... Und einmal hat die Brotdose in der Schule übernachtet - voller Sorgen und ganz alleine im Fundbüro beim Hausmeister. Und dann war da noch der Tag, an dem Ludwigs Papa fünf Gramm Glück zu dem Frühstück in die Brotdose packte, um Ludwig die Angst vor seinem Vortrag zu nehmen. 

Die Erst- und Zweitklässler hörten aufmerksam zu und fieberten bei allen Abenteuern der Brotdose mit. Und das Beste: Die von Frau Bollinger eingesammelten einsamen Brotdosen, die ihre KWS-Kinder verloren hatten, konnten nach der Lesung von einigen Besitzern wieder entgegen genommen werden.

Vielen Dank an die beiden Vorleser für die tollen Vorträge! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Zurück